Kp-Wert (Aktivitätsindex des Erdmagnetfeldes,
aktueller Balken
rot = Polarlicht möglich)
Weitere Polarlichtlinks
Nordlichtforum (Berichte/Prognosen/Daten)
Brandaktuelle Polarlichtreports aus aller Welt
Sonnenwind-Messwerte
des Satelliten ACE
GOES-Satelliten-Messdaten
der solaren Röntgenstrahlung
Nordlicht-Oval (1)
Nordlicht-Oval
(2)
SEC (Space Environment Center)
Spaceweather.com
Aktuelle Polarlichtaufnahmen
Der
Mega-Flare in AR 9393 vom April 2001
Hinweise für Beobachter und
Nordlichtfotografen
Polarlichter treten in unseren Breiten meist als
rötliche Flächen, Strahlen und 'Vorhänge' über dem
nördlichen Horizont auf (Nordwest bis Nordost). Auch grünliche
Leuchterscheinungen sind möglich.
Optimale Objektivbrennweite: 20-55mm, Blende 1.2
bis 2.8. Filmempfindlichkeit ab 100 (besser 200)
ISO, Belichtungszeit: 10 - 60 Sekunden.
Das Polarlicht vom 31.3./1.4.2001. Aufnahme Eric von
der Heyden, Darmstadt (Nikon 24mm-Objektiv, Ektachrome 200)
Ein Bericht zum Polarlicht von
15./16. Juli 2000:
In Darmstadt begann das
Himmelsspektakel am 16.7. um 0.17 MESZ mit einem breiten, roten
Strahlenvorhang in 60 Grad Höhe am Nordhimmel. Die Strahlen erschienen
erst weißlich, wurden dann heller und zeigten schließlich die typische
rote Färbung. Nach einigen Minuten verschwanden sie hinter Wolken.
Als im Stau des Odenwaldes
Nieselregen einsetzte, fuhren wir in Richtung eines seit längerem
sichtbaren klaren Bereiches im NO und setzten bei leicht bewölkten
Himmel die Beobachtung ca. 10 km östlich von Darmstadt fort. Um 1.45
MESZ traten mittelhelle blassrote Strahlen rechts unterhalb
des Großen Wagens auf, die bald wieder verschwanden. Um 2.32 MESZ dann
ein schöner mittelheller Strahlenvorhang im NNO links vom Fuhrmann. 10
Minuten später konnte tief im Norden ein Strahl durch eine dünne
Wolkendecke beobachtet werden, der nach unten in rund 10 Grad Höhe in
einer hellen rundlichen Aufhellung endete, die gleichfalls von Wolken
verschleiert war. Kurz darauf erschien ein ähnlicher Fleck 15 Grad
links vom ersten in gleicher Höhe im NNW. Diese Flecken wurden auch von
Dresden aus beobachtet! Bis 3.15 MESZ traten im N und NNO vereinzelt
nochmals schwach sichtbare Strahlen auf; danach bezog sich
der Himmel fast komplett.
Das
Polarlicht vom 15./16.7. gegen 0.25 MESZ . Links von der Bildmitte ist
Polaris erkennbar. Im unteren Bereich zeichnen sich Regenwolken ab, die
kurz darauf zum Ausweichen auf einen anderen Beobachtungsplatz zwangen.
(50mm-Objektiv, f/1.4, 200 ASA Farbnegativfilm) Aufnahme: M.
Orzechowski, Darmstadt
Hintergrund-Info:
Polarlichter sind in Mitteleuropa
in aller Regel nur während eines onnenfleckenmaximums zu erwarten. Die
Prognosen für das Eintreten des nächsten Maximums liegen zur Zeit
zwischen Dezember 2000 und März 2001, d.h. die Sonne ist zur Zeit sehr
aktiv und es bestehen in den kommenden Monaten Chancen, Polarlichter
beobachten zu können.
Solare Massenauswürfe, die starke
Störungen des Erdmagnetfeldes zur Folge haben können, treten zur Zeit
des Maximums häufiger
auf, als während der sonnenfleckenarmen Periode. Aber selbst wenn ein
CME
(coronalmass ejection) direkt auf die Erde gerichtet war, muss dies 2-3
Tage
später nicht unbedingt starke Polarlichter zur Folge haben. Noch
schwieriger
ist die exakte Prognose für die mittleren Breiten (z. B. Mitteleuropa).
Die hier veröffentlichten
Beobachtungsinfos beruhen auf den Daten verschiedener staatlicher (z.
B. SEC) und privater Institutionen,
sowie Online-Daten des Satelliten ACE.
'Nordlichtalarm' wird auf dieser
Homepage dann gegeben, wenn alle wesentlichen Informationsquellen
übereinstimmend eine
erhöhte Wahrscheinlichkeit für Polarlichter in mittleren Breiten
melden.
Eine 'Nordlichtwarnung' erfolgt im Falle des Eintreffens einer
Sonnenwindschockfront und damit ein- hergehender oder kurz
bevorstehender starker Polarlichttätigkeit.
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